Zone fonctionnelle trinationale Eifel-Ostbelgien-Eislek
Ausgangspunkt und Ziele
Das grenzüberschreitende europäische Kooperationsprogramm „Interreg VI A Großregion" stellt im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter dem politischen Ziel 5 „Ein bürgernäheres Europa" Fördergelder für die Umsetzung integrierter territorialer Strategien bereit. Der funktionale Raum Eifel-Ostbelgien-Éislek (EOE) ist eine dieser Zonen, zwischen den Mitgliedstaaten Deutschland, Belgien und Luxemburg.
In der Region Eifel-Ostbelgien-Éislek arbeiten Ostbelgien, das Großherzogtum Luxemburg und das Bundesland Rheinland-Pfalz bereits seit Jahrzehnten zusammen, mit dem Ziel, Potenziale und Komplementaritäten der Region besser aufeinander abzustimmen, gemeinsame Herausforderungen anzugehen und die Lebensbedingungen für die Bevölkerung zu verbessern.
Raum und Zusammenarbeit
Die trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek umfasst insgesamt 16 Gemeinden bzw. Gebietskörperschaften:
Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (9 Gemeinden): Eupen, Kelmis, Lontzen, Raeren, Amel, Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach, Sankt Vith
Norden Luxemburgs (4 Gemeinden): Clervaux, Troisvierges, Weiswampach, Wincrange
Rheinland-Pfalz (3 Verbandsgemeinden): Gerolstein, Prüm, Arzfeld
In der trinationalen Region bestehen stark verflochtene Synergien, etwa in der Sprach- und Kulturlandschaft sowie auf dem Arbeitsmarkt. Zudem ist die Region geprägt durch den großen Anteil an benachbarten Naturparken: Naturpark Our, Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel, Naturpark Südeifel sowie Natur- und Geopark Vulkaneifel.
Verwaltung und Governance
Zur strategischen und administrativen Koordinierung der Zusammenarbeit wird eine Verwaltungsstruktur in Form eines Europäischen Wirtschaftlichen Interessenverbunds (EWIV) eingerichtet, deren Mitglieder sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen im Projektgebiet sowie den übergeordneten Verwaltungsstrukturen zusammensetzen.
Der Lenkungsausschuss ist das Entscheidungsgremium für die Auswahl von Projektanträgen. Er setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsgemeinden und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens sowie des Ministeriums für Wohnungsbau und Raumordnung Luxemburg.
Entwicklungsstrategie
Als Grundlage diente eine Raumanalyse zu den Themenfeldern Demographie, Arbeitsmarkt, Gesundheitsversorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Bodennutzung und Naturschutz, erneuerbare Energien, Mobilität sowie Kultur und Tourismus. Darauf aufbauend haben sich die Akteurinnen und Akteure der trinationalen Region am 24. November 2023 gemeinsam auf die Strategie für die trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek (Pdf, 1,86 Mo) verständigt, die die Lücke zwischen den verschiedenen Ebenen der Regionalentwicklung (Raumentwicklungskonzept, Interreg-Programm der Großregion, nationale, regionale und kommunale Entwicklungsvorgaben) schließt.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gliedert sich in fünf Themenbereiche:
- Tourismus & Kultur — Vernetzung und Vermarktung der touristischen und kulturellen Infrastruktur zur Stärkung der gemeinsamen Identität.
- Natur — grenzüberschreitende Entwicklung eines zukunftsfähigen, klimaresilienten, natürlichen Lebensraums.
- Mobilität — nachfrageorientierte, grenzüberschreitende, multimodale Mobilität inklusive alternativer Antriebsformen.
- Arbeitsmarkt & Daseinsvorsorge — vereinfachte grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Daseinsvorsorge, Bildung, Katastrophenschutz und Arbeitsmarkt.
- Energie — gemeinsame, innovative Projekte zur Energiewende unter Einbeziehung aller gesellschaftlich Verantwortlichen.
Jetzt Projekte einreichen und von EU-Förderung profitieren – lokal, bürgernah und grenzüberschreitend!
Der Projektaufruf wurde am 1. April 2025 gestartet und wird die Entwicklung lokaler grenzüberschreitender Projekte im Herzen des trinationalen funktionalen Raums Eifel-Ostbelgien-Éislek ermöglichen.
Projekte können bis zu 29. Januar 2027 fortlaufend auf der JEMS-Plattform eingereicht werden.