Mëllerdall-Our-Südeifel

Ausgangspunkt und Ziele

Der Grenzraum an Our und Sauer ist vorwiegend ländlich geprägt und zeichnet sich durch eine vielfältige Kulturlandschaft und zahlreiche Naturschutzgebiete von europäischer und nationaler Bedeutung aus. Bereits seit 1964 besteht dort eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks, dem ersten grenzüberschreitenden Naturpark Europas, mit dem Ziel, die gelebte Nachbarschaft entlang der Our und der Sauer zu fördern und den Lebensraum sowie die Natur nachhaltig, attraktiv, lebenswert und grenzenlos zu gestalten.

Die räumliche Abgrenzung basiert auf den drei Naturparken Natur- & Geopark Mëllerdall, Naturpark Our und Naturpark Südeifel und umfasst 21 Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg sowie 106 Ortsgemeinden in 4 Verbandsgemeinden im Bundesland Rheinland-Pfalz. Der funktionale Raum MOSE deckt dabei das gesamte Arbeitsgebiet der drei Naturparke sowie einen Großteil des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks ab.

Raum und Zusammenarbeit

Der funktionale Raum MOSE ist vorwiegend ländlich geprägt. Zum gemeinsamen Erbe zählen die Felsformationen des Luxemburger Sandsteins (UNESCO-anerkannt) und die „Echternacher Springprozession" (UNESCO-Weltkulturerbe). Die Zusammenarbeit hat Tradition: 1975 wurde in Echternach-Weilerbach die europaweit erste „Internationale Kläranlage" in Betrieb genommen; heute bestehen 6 solcher Anlagen entlang der Our und der Sauer.

Entwicklungsstrategie

Im Rahmen der 2019 gestarteten Neuausrichtung des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks erfolgte 2021 unter Einbindung der lokalen Akteurinnen und Akteure eine Raumanalyse. Aufgrund der darin identifizierten vielfältigen Herausforderungen und Potenziale haben öffentliche und private Akteure von beiden Seiten der Grenze eine Strategie zur Entwicklung des funktionalen Raums MOSE (Pdf, 3,61 Mo) erarbeitet, die am 7. November 2023 gemeinsam verabschiedet wurde.

Die Strategie folgt dem Motto „Gelebte Nachbarschaft: Wir gestalten gemeinsam unseren aktuellen und zukünftigen Lebensraum und die Natur" und trägt zur Umsetzung des luxemburgischen Raumentwicklungsprogramms (Programme directeur d’aménagement du territoire, PDAT) auf regionaler und grenzüberschreitender Ebene bei. Die Umsetzung gliedert sich in drei Aktionssektoren:

  • Natur & Umwelt / Ökologischer Fußabdruck — Erhalt der Kulturlandschaft, Vernetzung von Schutzgebieten, regionale Wertschöpfung.
  • Transport & Mobilität — multimodales Angebot, klimafreundliche Mobilität, sozial gestaffelte Tarife.
  • Regionale Identität / Lebensqualität — gemeinsame Bildungsangebote, nachhaltiger Tourismus, Schutz der ländlichen Bau- und Wohnkultur.

Die Umsetzung erfolgt bis Ende 2028 über Interreg-Projekte, gefördert durch das Programm Interreg VI Großregion.

Haut de page