EOM

Grenzüberschreitendes Entwicklungskonzept Oberes Moseltal (EOM)

Ausgangspunkt und Ziele

Das Moseltal ist eine der großen Flusslandschaften Westeuropas mit einem unverwechselbaren Natur- und Kulturerbe. Seit einigen Jahren steht das Obere Moseltal jedoch vor der Herausforderung, die aktuelle Entwicklungsdynamik mit dem Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft in Einklang zu bringen. Dies war der Anlass, sich im Rahmen eines „grenzüberschreitenden Entwicklungskonzepts Oberes Moseltal (EOM)“ intensiver mit der zukünftigen Entwicklung dieses grenzüberschreitenden Talraums auseinanderzusetzen.

Die Hauptstudie zum EOM wurde 2016 von den Landesplanungen Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Saarland auf den Weg gebracht. Ziel ist, die grenzüberschreitenden funktionalen Verflechtungen zu stärken, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den lokalen Akteuren das Zusammenspiel der Teilräume zu fördern und Potenziale durch eine kohärente Entwicklung besser zu nutzen.

Die beteiligten Akteure verständigten sich auf die Abgrenzung eines Planungs- und eines weiter gefassten Betrachtungsraums, der sich zunächst auf Luxemburg und Deutschland konzentriert. Die Einbeziehung des französischen Teilraums ist in einem weiteren Schritt angedacht.

Raumanalyse und Leitbildentwicklung

Das Projektgebiet wird in einer umfassenden Raumanalyse ausführlich beschrieben. Die Ergebnisse sind in 15 Themenkarten festgehalten (siehe unten). Ergänzend erfolgten eine Auswertung vorliegender Planwerke und Konzepte bezüglich konkreter Aussagen zum Betrachtungs-/Planungsraum sowie eine Analyse der Stärken und Schwächen sowie der Chancen und Risiken der Raumentwicklung im Oberen Moseltal. Die Ergebnisse liegen zusammengefasst in einem Bericht zur Raumanalyse vor.

Auf dieser Grundlage wurde gemeinsam mit Akteuren aus der Region und den beteiligten Planungsinstitutionen ein Leitbild entwickelt, das die räumliche Dimension der angestrebten zukünftigen Entwicklung und Zielsetzungen visualisiert. Leitziele und Leitvorstellungen beschreiben Handlungsansätze für die verschiedenen Themenfelder. Das Positionspapier zum Leitbild bietet hierzu einen Überblick.

Umsetzungsstrategie

Die Umsetzungsstrategie für das EOM zielt zunächst auf eine Einbettung in die Raumordnungspläne der Länder bzw. Regionen ab. Über Schlüsselprojekte sollen Leitbild und Leitvorstellungen auf Länder- bis zur Gemeindeebene beispielhaft umgesetzt werden. Bottom-up-Prozesse wie z. B. LEADER-Gruppen dienen dazu, Akteure auf kommunaler Ebene einzubinden. Mittelfristiges Ziel ist dabei, Kooperations- und Abstimmungsprozesse im Oberen Moseltal zu verbessern und gemeinsame Entwicklungsprojekte anzuregen.

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